2021 – What a year it’s been!

2021. Langsam aber sicher, geht es dem Ende zu! Für mich war dieses Jahr außerordentlich bedeutsam! Ein Thriller mit Plot-Twists und unendlich vielen Nebenschauplätzen zur Haupthandlung Corona. Doch ich sehe diese Krise für mich auch als Chance!


Ich habe in keinem Jahr so viel gelernt, wie in 2021. Fürs Leben, so wie für den Moment.
Meine erste Liebesbeziehung, die Abkehr vom Gamer-Dasein und dem reinen Existieren in der virtuellen Minecraft-Welt auf Cytooxien.de, mein Beitrag zur Ermöglichung von Online-Unterricht an der Freien Waldorfschule Augsburg (mehr Tech-Details dazu bald), … und noch vieles mehr!

Gewissermaßen habe ich durch diese Krise, durch die Anpassung der anderen an meinen damaligen Gamer-Lifestyle (keine sozialen Kontakte, whatsoever) und durch die steigende Bedeutung von digitalem Know-how zur Aufrechterhaltung von scheinbarer Zwischenmenschlichkeit viel Bestätigung in meinem Tun gefunden!


Geführt hat mein stetig steigendes Engagement, zum Nichtbestehen meiner Abiturzulassung. Unterpunktet in drei Fächern. Das zunächst traurige Resümee eines aufregenden Schuljahres, mit viel Einsatz, viel Enttäuschung, vielen Chancen und viel gesammelter Erfahrung.

Und um genau diese Erfahrung geht es letztlich. Erfahren zu haben, wie man mit schier aussichtslosen Situationen umgeht. Auf staatliche Anweisung, binnen kürzester Zeit eine Infrastruktur aus dem Boden stampft, die im November dieses Jahres bereits ein Jahr Bestand gefeiert hatte – das sind Leiterfahrungen, die einem niemand mehr nimmt. Ob man dafür jetzt eine Urkunde bekommt, oder nicht? Wen kümmerts? Experienced.

Doch neben diesen äußerlichen Leiterfahrungen werden aus der Konsequenz der heruntergespielten Überforderung auch innere Erfahrungen. Work life balance. Schwammwort. Was heißt das?
Ich für mich weiß es jetzt! Im Januar um 6 Uhr, wenn es draußen noch dunkelt, von zu Hause wegzufahren, dann bis 18 Uhr „die Welt zu retten“ um dann wieder im dunklen heimzufahren ist über einen Zeitraum von mehreren Wochen echt ungesund. Innere Lei(d/t)erfahrung.

Der Schule und den Mitschüler*innen zu helfen, dabei aber die eigene Lernerfahrung quasi zu boykottieren und letztlich sich seine eigene Zukunft verbauen, obwohl man eigentlich nur anderen helfen wollte. Tragisch! Aber eine Frage der Prioritäten. Eine Frage, die ich für mich jetzt beantworten kann. Wem ist geholfen, wenn der Retter der Welt in seinem Streben zum Ziel, den Kampf gegen die Windmühlen verliert?

Ich freue mich sagen zu dürfen, aus der Not eine Tugend gemacht zu haben. Auch wenn nicht alles leicht war (war es nie), geht das Leben weiter. Die Erfahrungen sind gemacht, die Moral von der Gschicht geknackt. Nun bin ich nochmal Zwölftklässler und beschreite den Weg zur Ultima Ratio unseres Bildungssystem! Diesmal aber mit Happy End. Cheers 🙂

Was zählt: Ich konnte Menschen helfen, ich wurde ernst genommen – ich wurde gefragt!


Nach diesem sehr ich-bezogenen Artikel wünschen ich nun abschließend allen Weggefährten, allen Menschen, denen ich begegnet bin, die mich tatkräftig unterstützt und gefordert haben, ein frohes Neues Jahr 2022! Ich hoffe, ihr habt auch nützliche innere und äußere Erfahrungen gemacht, die euch begleiten werden!